Pressemitteilungen


26.01.2023
HPV Pressemitteilung 02/2023

Entgelterhöhung von 11,9 Prozent: Arbeitgeber legen abschlussnahes Angebot vor

  • HPV bietet 3.000 Euro als Inflationsausgleichsprämie und Entgelterhöhung von 4,1 Prozent an
  • Papier, Pappe, Kunststoffe verarbeitende Industrie strebt raschen Abschluss an
  • Sondersituation bei Preissteigerung rechtfertigt nicht die Gewerkschaftsforderung

Berlin, 26.01.23. Gestern starteten in Berlin die Tarifverhandlungen für die rund 100.000 Beschäftigten in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie. Die Arbeitgeber haben ihr Ziel einer raschen Tarifeinigung mit einem abschlussnahen Angebot bekräftigt. Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) bot der Gewerkschaft Verdi an, den Mitarbeite-rinnen und Mitarbeitern in den Betrieben eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe 3.000 Euro zu zahlen, diese soll in den Jahren 2023 und 2024 ausgezahlt werden. Außerdem wollen die Arbeitgeber die Löhne und Gehälter zum 1. Oktober 2023 um 4,1 Prozent erhöhen. Der Tarifvertrag würde vom 1. Februar 2023 bis zum 30. April 2025 laufen.

Mit ihrem abschlussnahen Angebot lehnten die Arbeitgeber gleichzeitig die Forderung der Gewerkschaft Verdi ab. Diese verlangt eine Anhebung der Löhne und Gehälter von 10,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Nach rund siebenstündigen Gesprächen wurden die Verhandlungen vertagt.

Der HPV-Verhandlungsführer Jürgen Peschel wies auf die für Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen schwierige Situation hin: „Ein zügiger Abschluss gibt den Unternehmen Planungssicherheit. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist eine schnelle finanzielle Unterstützung wichtig; dem tragen wir Rechnung mit dem Angebot einer Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro und einer zusätzlichen Entgelterhöhung von 4,1 Prozent. Besonders die unteren Lohn-gruppen profitieren von unserem Angebot mit einem Volumen von bis zu 14,8 Prozent. Damit stehen wir zu unserer Verantwortung für die Belegschaften im Rahmen der jeweiligen betriebswirtschaftlichen Möglichkeiten.

Für uns nicht nachvollziehbar sind hingegen die Höhe der Forderung und ihre Begründung durch die Gewerkschaft Verdi. Im Gegensatz zur wirtschaftlichen Gesamtsituation ist die Situation in unserer Branche ziemlich dramatisch, vor allem auch in Bezug zu vielen Teilbranchen. Nach einer Verbandsumfrage erwarten rund 30 Prozent der Mitgliedsunternehmen, Kurzarbeit anmelden zu müssen.“ Diese Entwicklungen bestätigen aktuelle Erhebungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft, dass eine Branchenrezession in der Papierverarbeitenden Industrie konstatiert.

Nicht nur vor diesem Hintergrund sieht Peschel die Forderung der Gewerkschaft fern ab der Realität. Vor allem mit Blick auf die jüngsten Prognosen zur Inflationsentwicklung gebe es keinen Grund für die geforderte Entgelterhöhung: „Die 7,9 Prozent des vergangenen Jahres markieren eine absolute Ausnahmesituation. Aktuelle Prognosen der Deutschen Bundesbank gehen für das nächste und das übernächste Jahr von 4 bzw. 2,75 Prozent aus. Zudem wirken die drei Entlastungspakete des Staates; so wird ein Single mit bis zu 10,6 Prozent, eine Familie mit bis zu 12,3 Prozent des Nettoeinkommens (Basis: 40.000 bzw. 60.000) im Jahr 2023 entlastet.

Die zweite Verhandlungsrunde zwischen HPV und Verdi findet am 16. Februar 2023 in Berlin statt. Der Verhandlungsführer des HPV, Jürgen Peschel, und der Hauptgeschäftsführer, Stefan Rössing, stehen im Vorfeld und während der zweiten Verhandlungsrunde für Fragen und Interviews gerne zur Verfügung.

Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
T 030 / 24 78 183 10
E stefan.roessing@hpv-ev.org

Wolfram Zabel, Geschäftsführung 74z Consult
T 0151 / 23 45 32 62
E waz@74z.de

Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutschland. Als Spitzenverband der Branche verleiht er circa 600 Betrieben mit rund 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von Verdi. Außer-dem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

19.01.2023
HPV Pressemitteilung 01/2023

HPV-Verhandlungsführer Peschel: „Lohnforderung von Verdi ist realitätsfern“

  • Auftakt der Tarifverhandlungen in der Papier- und Kunststoffverarbeitung
  • Aktuell schwieriges wirtschaftliches Umfeld durch Branchen-Rezession
  • Tarifabschluss muss sich an günstigen Prognosen der Inflationsentwicklung orientieren

Berlin, 19.01.23. Der Hauptverband der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (HPV) e.V. startet am 25. Januar 2023 in Berlin in die diesjährige Tarifrunde. Der Verhandlungsführer des HPV, Jürgen Peschel, erwartet herausfordernde Verhandlungen. Die Lohnforderung der Gewerkschaft Verdi in Höhe von 10,5 Prozent (Laufzeit: 12 Monate) trifft auf ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld; aktuell bewegt sich die Branche in einer Rezession. Gleichwohl plant Peschel den Kurs der letzten Jahre fortzusetzen: das Wohl von Unternehmen und Beschäftigten gleichermaßen im Blick zu haben. Dies bedeute besonders, die finanziellen Spielräume der Unternehmen in den Fokus zu nehmen.

„Die Lohnforderung der Gewerkschaft von 10,5 Prozent kann nur aus einem Impuls heraus entstanden sein, der den Blick auf das Thema Inflation einengt und diese Momentaufnahme als Dauerzustand fortschreibt“, sagte der Verhandlungsführer des HPV. „Eine solche Herangehensweise ist aus zwei Gründen sehr fragwürdig: Erstens hat der Staat mit seinen bislang drei Entlastungspaketen die außerordentlichen Belastungen mit vielfältigen Instrumenten gedämpft. Zweitens deuten alle nationalen und internationalen Prognosen darauf hin, dass sich die Teuerung wieder deutlich reduziert.“ So prognostiziert beispielsweise die Deutsche Bundesbank bei der Inflationsrate im nächsten und übernächsten Jahr nur noch eine Höhe von 4 bzw. 2,75 Prozent.

Papierverarbeitende Industrie befindet sich im Rezessions-Modus

Noch gravierender ist allerdings die aktuelle wirtschaftliche Situation in der Papierverarbeitenden Industrie: Nach einem starken Einbruch, bedingt durch den Corona-Lockdown im Frühjahr 2020, stieg das Auftragsvolumen – gemessen am Volumen, nicht aber am Wert – zwar um 9,2 Prozent an. Die Erholung hielt jedoch nur bis Mitte 2021 an. Seit Anfang 2022 gingen die Auftragseingänge zurück, seit dem Sommer 2022 sogar massiv. Dies deutet auf eine ausgeprägte und anhaltende Branchenrezession hin. Bereits vor der Corona-Krise waren die finanziellen Spielräume bei vielen Unternehmen stark eingeengt und wurden durch die Krise verstärkt. Diese Situation hat sich durch hohe Rohstoffpreise, explodierende Energiekosten und das Wegbrechen großer Absatzmärke in Osteuropa nochmals verschärft.

Vor diesem Hintergrund strebt Peschel Planungssicherheit für die Unternehmen an. Diese soll durch einen schnellen Abschluss erreicht werden, der vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zügig hilft, allerdings ohne gleichzeitig die Unternehmen vor eine nicht finanzierbare Aufgabe zu stellen. „Seit 2012 sind die Löhne und Gehälter in unserer Branche um 26 Prozent gestiegen, davon ist real ein ordentliches Plus im Geldbeutel verblieben. Auch wenn die zurzeit hohe Inflation die Menschen belastet, können die Belegschaften auf mittlere Sicht weiterhin von den Entgelterhöhungen in der Branche profitieren – beispielsweise durch die letzte Entgelterhöhung im Mai 2022.

Vor diesem Hintergrund ist die aktuelle Forderung der Gewerkschaft Verdi von 10,5 Prozent nicht nur realitätsfern. Sie wäre in dieser Form das Konjunkturprogramm für einen umfangreichen Abbau von Arbeitsplätzen“, sagte der HPV-Verhandlungsführer.

Die erste Verhandlungsrunde zwischen HPV und Verdi beginnt am 25. Januar 2023 um 11.00 Uhr in Berlin. Der Verhandlungsführer des HPV, Jürgen Peschel und der Hauptgeschäftsführer, Stefan Rössing, stehen im Vorfeld und während der Verhandlungsrunde für Fragen und Interviews gerne zur Verfügung.

Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
T 030 / 24 78 183 10
E stefan.roessing@hpv-ev.org

Wolfram Zabel, Geschäftsführung 74z Consult
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Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutschland. Als Spitzenverband der Branche verleiht er circa 600 Betrieben mit rund 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von Verdi. Außer-dem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

27.04.2022
HPV Pressemitteilung 01/2022

Arbeitgeber sind auch in schwierigen Zeiten verlässliche Partner

  • Löhne und Gehälter steigen um 2,4 Prozent
  • HPV betont Verlässlichkeit der Arbeitgeber trotz unsicherer Zeiten
  • Arbeitgeber bieten faire Bezahlung und eine stabile Arbeitsplatzsituation

Berlin, 25.04.22. Ab dem 1. Mai 2022 steigen die Löhne und Gehälter der Beschäftigten in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie um 2,4 Prozent. Dies ist die zweite Stufe des im letzten Jahr ausgehandelten Tarifabschlusses, teilte der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) mit. Bereits zum 1. Mai 2021 waren die Entgelte um 1,5 Prozent gestiegen.

„Unsere Beschäftigten in der Papier- und Kunststoffverarbeitung profitieren mit der aktuellen Entgelterhöhung von der Verlässlichkeit der Arbeitgeber. Mit der Anhebung der Löhne stehen die Unternehmen unserer Branche zum Tarifabschluss und halten Wort. Dies ist für uns auf der einen Seite selbstverständlich, muss aber auch unbedingt vor dem Hintergrund vieler wirtschaftlicher Herausforderungen und tatsächlicher Gefahren bewertet werden, die in dieser Form zum Zeitpunkt des Abschlusses undenkbar bzw. unvorhersehbar waren“, sagte HPV-Präsident Jürgen Peschel. Die Entgelte sind damit in den letzten zehn Jahren um rund 26 Prozent gestiegen. Auch wenn die aktuelle Inflation hoch ist, bleibt durch die sehr gute Lohnentwicklung und die gleichzeitig moderate Entwicklung der Teuerung im letzten Jahrzehnt immer noch ein gutes Plus für die Beschäftigten übrig.

Peschel verwies zudem auf die faire Bezahlung im Rahmen einer stabilen Arbeitsplatzsituation: „Wer die aktuellen Wirtschaftsnachrichten verfolgt, kann sich ausrechnen, dass sich besonders die Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie in einer äußerst schwierigen wirtschaftlichen Lage befindet. Die Papierpreise sind explodiert und bei den Energiepreisen schaut es nicht anders aus – der Krieg in der Ukraine und die andauernde pandemische Lage sorgen für weitere Unsicherheiten. Vor diesem Hintergrund ist es keineswegs selbstverständlich, dass die Arbeitsplätze in dieser Form stabil sind. Die Arbeitgeber stehen zu ihrer Verantwortung für ihre Beschäftigen, dies kann und darf allerdings keine einseitige Ausrichtung sein“, betonte der HPV-Präsident. „Letztendlich sind nur betriebswirtschaftlich gesunde Unternehmen in der Lage, sichere Arbeitsplätze anzubieten. Kommen externe Faktoren hinzu, die dies gefährden, ist ein Schulterschluss von Unternehmen und Beschäftigten gefragt.“

Der Tarifvertrag läuft noch bis zum 31. Januar 2023. In der Papier- und Kunststoffverarbeitung sind zur Zeit rund 100.000 Mitarbeiter in circa 600 Betrieben beschäftigt.

Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
T 030 / 24 78 183 10
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Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutsch-land. Als Spitzenverband der Branche verleiht er circa 600 Betrieben mit rund 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von Verdi. Außer-dem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

17.02.2021
HPV Pressemitteilung 05/2020

Arbeitgeber signalisieren Bereitschaft zum Abschluss

• Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) wiederholt sein abschlussnahes Angebot • Beschäftigte und Unternehmen benötigen Planungssicherheit • Arbeitgeber setzen auf länger dauernden Tarifabschluss

Berlin, 17.02.21. Der Arbeitgeberverband HPV bekräftigt im Vorfeld der dritten Runde der Tarifverhandlungen sein Ziel, zu einem raschen Tarifabschluss zu kommen. Nachdem sich die Gewerkschaft Verdi bisher nicht bewegt hat, steht weiterhin das abschlussnahe Angebot der Arbeitgeber als Verhandlungsgrundlage. Danach sollen die Löhne und Gehälter um 2,1 Prozent in zwei Stufen bei einer Laufzeit von 24 Monaten erhöht werden.

Der HPV-Verhandlungsführer Jürgen Peschel verwies auf die noch nie dagewesene aktuelle Situation: „Alle Fakten sprechen dafür, den Beschäftigten und den Unternehmern schnellstmöglich Planungssicherheit zu verschaffen: Die schwerste Wirtschaftskrise seit Bestehen der Bundesrepublik, die andauernde Corona-Krise und die Unsicherheiten, die sich daraus für die nächsten Jahre ergeben. Auch die Fragestellung, wie sich die Pandemie durch die Mutationen weiter entwickeln wird, ist noch völlig offen.“ In dieser Ausnahmesituation ist es auch im Interesse der Belegschaften, dass die Unternehmen in den Stand versetzt werden, Arbeitsplätze zu erhalten. Für den Planungshorizont in den Betrieben ist ein kurzer Tarifabschluss mit einer Dauer von zwölf Monaten allerdings völlig unzureichend, wie dem Verband aus weiten Teilen der Unternehmen gespiegelt wurde. Deshalb strebt der HPV einen Tarifabschluss von 24 Monaten an.

<strong>Bisherige Verhandlungsrunden verliefen konstruktiv</strong>

Insgesamt würdigte Peschel das Verhandlungsklima der ersten beiden Runden als konstruktiv: „Die besondere Situation in dieser Tarifrunde stellt beide Sozialpartner vor große Herausforderungen, die nur gemeinsam bewältigt werden können. Für uns ist dabei klar: Wir bleiben nicht nur gesprächsbereit, wir sind auch abschlussbereit!

Die dritte Verhandlungsrunde zwischen HPV und Verdi findet am 22. Februar 2021 in Berlin statt, corona-bedingt wieder mit jeweils kleinen Kommissionen. Wie in den Runden zuvor werden alle Teilnehmer vor den Sitzungen auf Covid-19 getestet. Der Sozialpolitische Hauptausschuss des HPV wird zwischen den Verhandlungen online konsultiert. Der Verhandlungsführer des HPV, Jürgen Peschel und der Hauptgeschäftsführer, Stefan Rössing, stehen im Vorfeld und während der Verhandlungsrunde für Fragen und Interviews gerne zur Verfügung.

Kontakt:
Jürgen Peschel, HPV-Verhandlungsführer
T 030 / 24 78 183 0
E juergen.peschel@hpv-ev.org

Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
T 030 / 24 78 183 10
E stefan.roessing@hpv-ev.org

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<h6>Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutsch-land. Als Spitzenverband der Branche verleiht er circa 600 Betrieben mit rund 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von Verdi. Außer-dem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).</h6>


10.02.2021
HPV Pressemitteilung 04/2020

Unternehmen benötigen Planungssicherheit

• HPV strebt länger laufenden Tarifabschluss an • Planungssicherheit für die Unternehmen ist eine Voraussetzung, um Arbeitsplätze zu sichern • Arbeitgeber setzen auf Tarifabschluss in der dritten Runde

Berlin, 10.02.21. Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. und die Gewerkschaft Verdi haben heute ihre Tarifverhandlungen in Berlin fortgesetzt. In den rund vierstündigen Verhandlungen konnte keine Einigung zwischen den Tarifparteien erzielt werden. Die Arbeitgeber hatten bereits in der ersten Runde ein faires Angebot für die rund 100.000 Beschäftigten in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie vorgelegt. Danach sollen die Löhne und Gehälter um 2,1 Prozent in zwei Stufen bei einer Laufzeit von 24 Monaten erhöht werden.

„Da sich Verdi leider nicht inhaltlich bewegt hat, steht das Angebot aus der ersten Verhandlungsrunde weiterhin“, sagte der HPV-Verhandlungsführer Jürgen Peschel. Unser Angebot ist bewusst als abschlussnah angelegt, denn es ist in der aktuellen Rezession dringend erforderlich, dass die Unternehmen schnellstmöglich Planungssicherheit erhalten. Dazu ist vor allem ein längerer Abschluss erforderlich. Ein solcher Abschluss ist eine wichtige Basis, um Arbeitsplätze zu sichern – vor allem für solche Unternehmen der Teilbranchen, denen es besonders schlecht geht.

Angebot als Wertschätzung für die künftige Zusammenarbeit

Auch wenn die schwierige wirtschaftliche Situation vieler Unternehmen im Grunde keine Entgelterhöhungen rechtfertigt, zeigt unser Angebot die Wertschätzung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Blick auf die Zukunft. Wir sind mit einem fairen Angebot auf unseren Tarifpartner zugegangen, jetzt ist Verdi an der Reihe, sich erstmals zu bewegen. Insofern setzen wir darauf, in der dritten Runde zu einer Einigung zu gelangen.“

Peschel hatte gegenüber der Gewerkschaft außerdem noch einmal auf die vielfältigen Faktoren verwiesen, die die Unternehmen belasten: stark steigende Rohstoffpreise, hohe Lohnstückkosten im internationalen Wettbewerb und die wirtschaftliche Unsicherheit durch den fortdauernden Lockdown.

Die dritte Verhandlungsrunde zwischen HPV und Verdi findet am 22. Februar 2021 in Berlin statt, corona-bedingt wieder mit jeweils kleinen Kommissionen. Wie in den Runden zuvor werden alle Teilnehmer vor den Sitzungen auf Covid-19 getestet. Der Sozialpolitische Hauptausschuss des HPV wird zwischen den Verhandlungen online konsultiert. Der Verhandlungsführer des HPV, Jürgen Peschel und der Hauptgeschäftsführer, Stefan Rössing, stehen im Vorfeld und während der Verhandlungsrunde für Fragen und Interviews gerne zur Verfügung.

Kontakt:
Jürgen Peschel, HPV-Verhandlungsführer
T 030 / 24 78 183 0
E juergen.peschel@hpv-ev.org

Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
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Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutsch-land. Als Spitzenverband der Branche verleiht er circa 600 Betrieben mit rund 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von Verdi. Außer-dem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

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