appellieren wir, dass ein maßvoller Abschluss die Erfolgsbasis der Unternehmen und der Beschäftigten nachhaltig sicher, damit die Arbeitsplätze auch in Zukunft sicher sind.
machen wir deutlich, dass ein vernünftiger Abschluss die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche berücksichtigen muss – für die Sicherheit und Zukunft unserer Branche.
Der dritte Aushang für die diesjährige Tarifrunde zeigt, dass stark steigende Löhne und eine zurückgehende Produktion sowie eine gleichzeitig sinkende Produktivität die Zukunftsperspektive unserer Branche gefährden.
Berlin, 22.09.16. Die Tarifverhandlungen der Papier, Pappe und Kunststoff verarbeitenden Industrie beginnen am 4. November 2016 mit einer ersten Verhandlungsrunde in Berlin. Die heute veröffentlichte Forderung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nach einer Anhebung der Löhne und Gehälter von 5,0 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten verlässt den Boden des Realismus, den die Gewerkschaft bereits bei vielen Tarifabschlüssen in diesem Jahr gezeigt hat.
Dazu erklärte der HPV-Verhandlungsführer Jürgen Peschel: „Wir setzen auf Verhandlungen, die die unterschiedliche wirtschaftliche Situation der Betriebe in unserer Branche berücksichtigt. Einige Unternehmen und Branchensegmente stehen vor deutlichen Herausforderungen, die nur bewältigt werden können, wenn man gemeinsam einen fairen Tarifabschluss anstrebt – davon ist die aktuelle ver.di-Forderung von 5,0 Prozent weit entfernt. Wir haben in den letzten Monaten in anderen Tarifbereichen gesehen, dass die Gewerkschaft auch die Zukunftsfähigkeit der Branche in den Vordergrund stellen kann und somit die Fähigkeit besitzt, Augenmaß zu beweisen.“ Dies ist auch im Interesse der Arbeitnehmer, um weiterhin gemeinsam erfolgreich sein zu können.
Bei vielen in diesem Jahr ausgehandelten Tarifabschlüssen hat sich ver.di an einem angemessenen Rahmen von um die 1,5 Prozent in der jeweils ersten Stufe orientiert. Lange Laufzeiten tragen zusätzlich dazu bei, dass die Unternehmen diverser Branchen Planungssicherheit erhalten und somit auch Handlungsspielräume gewinnen, um die vielfältigen Herausforderungen zu meistern.
Kontakt:
Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
Telefon: 030 / 24 78 183-10
E-Mail: stefan.roessing@hpv-ev.org
Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutschland. Als Spitzenverband der Branche verleiht er 600 Betrieben mit über 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitsgeberseitige Tarifvertragspartei von ver.di. Außerdem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).
Unser zweiter Aushang zu der am 4. November 2016 beginnenden Tarifrunde der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie zeigt, dass ver.di in diesem Sommer bereits Verantwortung für die Zukunft in anderen Branchen gezeigt hat. Dies muss auch für die Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie gelten.
Mit unserem ersten Aushang zu der am 4. November 2016 beginnenden Tarifrunde der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie möchten wir Sie über die sehr guten Tarifabschlüsse der vergangenen Jahre informieren. Seit 2012 haben die Beschäftigten besonders stark von den Abschlüssen profitiert. Bei einer geringen Inflationsrate sind die Reallöhne um über sieben Prozent gestiegen. Das nennen wir SICHERHEIT. Damit unsere Branche auch in ZUKUNFT erfolgreich weiter besteht, dürfen wir die positive Lohnentwicklung nicht außer Acht lassen – sie wirkt bei niedriger Preissteigerung bis heute fort – dies muss berücksichtigt werden.
Der derzeit gültige Tarifvertrag vom 31. Oktober 2014 hat noch eine Laufzeit bis zum 31. Oktober 2016. Der Abschluss sah bei einer 26-monatigen Laufzeit eine zweistufige Lohnerhöhung von 2,4 % und 2,6 % zum 1. Dezember 2014 bzw. 1. November 2015 vor. Hiervon haben die Beschäftigten profitiert und einen deutlichen realen Lohnzuwachs erhalten.