Aktuelles / HPV Aktuelles – Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung e.V.

Aktuelles

01.08.2018
HPV Pressemitteilung 06/2018

HPV zeichnet die Jahrgangsbesten in Beruf und Studium aus

Preisverleihung für die jahrgangsbesten Techniker bei den Abschlussfeiern in Altenburg und München sowie der besten Bachelorabsolventen an der Hochschule München

Berlin, 31. Juli 2018. Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. verlieh auch in diesem Jahr wieder Preisgelder für die jahrgangsbesten Techniker/innen und Bachelorabsolventen/innen. Traditionell zeichnet der HPV seit vielen Jahren die besten Absolventen/innen der verschiedenen Ausbildungsbereiche aus – mit Urkunden und Geldpreisen in einem Gesamtwert von 4.500 EUR. Die Jahrgangsbesten erhalten jeweils Preisgelder vom 1.000 EUR, die Zweitplatzierten ein Preisgeld von 500 EUR.

„Mit der Besten-Prämierung honoriert der HPV die Anstrengungen der jungen Mitarbeitenden und Studierenden für unsere Branche. Wir setzen darauf, dass wir auf diesem Weg unsere Branche weiterhin attraktiv und interessant für junge Nachwuchskräfte machen,“ so Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV.

In diesem Jahr wurden wieder Preisgelder in zwei Kategorien ausgelobt. Für die Technikerausbildung an den Berufsschulen in Altenburg (Thüringen) und München sowie für den Bachelor-Studiengang Papier und Verpackung, Studienrichtung Verpackungstechnik und Kunststofftechnologie an der Hochschule München.

Bereits am 15. Juni 2018 wurden Martina Brandes und Stefan Meßlage für Ihrem Abschluss zur/m Staatlich geprüften Papiertechniker/in an der Berufsschule in Altenburg ausgezeichnet. Beide hatten sich für die in Altenburg angebotene berufsbegleitende vierjährige Weiterbildung zur/m Papiertechniker/in entschieden.

Bernhard Berle und Moritz Specht wurden am 18. Juli 2018 für Ihren Abschluss zum Staatlich geprüften Papiertechniker an der Alois Senefelder Berufsschule in München als Jahrgangsbeste ausgezeichnet. Zusammen mit vier weiteren Absolventen entschieden sie sich nach ihrer Berufsausbildung für eine zweijährige, Weiterbildung in Vollzeit zum Papiertechniker. „Wir freuen uns darüber, dass Sie sich für eine Karriere in unserer Wachstumsbranche entschieden haben, sagte Rössing, der die Jahrgangsbesten auf der Abschlussfeier ehrte.

Für den besten Abschluss des Bachelor-Studiengangs Papier- und Verpackung, Studienrichtung Verpackungstechnik und Kunststofftechnologie an der Hochschule München wurde Felix Hiller ausgezeichnet; den zweitbesten Abschluss im Studiengang erreichte Celina Kuhn. Beide erhielten ihre Auszeichnung am 31. Juli 2018 in München.

 

Kontakt:
Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
T 030 / 24 78 183 10
E stefan.roessing@hpv-ev.org

Wolfram Zabel, Geschäftsführung 74z Consult
T 0151 / 23 45 32 62
E waz@74z.de

Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutschland. Als Spitzenverband der Branche verleiht er circa 600 Betrieben mit rund 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von ver.di. Außerdem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

24.07.2018
Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV): Gute Konjunk-tur kommt nicht überall in der Branche an

Berlin, 16.1.18. Anlässlich des ersten Branchentreffens im neuen Jahr am 15. Januar 2018 in Berlin bezieht HPV-Präsident Jürgen Peschel Stellung zur wirtschaftlichen Situation in der Papier- und Kunststoffverarbeitung:

„Die Unternehmen der Papier- und Kunststoffverarbeitung können nur bedingt in den Kanon der allgemeinen Begeisterung über die momentan gute gesamtwirtschaftliche Lage einstimmen. Die Situation der verschiedenen Teilbranchen ist weiterhin sehr unterschiedlich: Wir haben Branchenzweige in denen es ähnlich gut läuft wie in der Gesamtkonjunktur, gleichzeitig gibt es andere mit durchwachsener oder sogar angespannter Wirtschaftslage.“

Wer sich ein umfassendes Bild der Branche machen wolle, müsse die konjunkturelle Entwicklung über einen längeren Zeitraum bewerten: So relativiere sich die gute Auftragslage der letzten Monate, beispielsweise im Segment Wellpapp-Verpackungen vor dem Hintergrund der Entwicklungen der Papierpreise. Weiterhin seien große Branchenbereiche betroffen von strukturellen Veränderungen, wegbrechenden Auslandsmärkten oder zusätzlichen internationalen Konkurrenten aus Mittel- und Osteuropa.

„Jeder Kaufmann weiß, dass sich volle Auftragsbücher nicht immer in steigenden Gewinnen niederschlagen. Den Unternehmen unserer Branche machen vor allem die enormen Preissteigerungen im Rohstoffeinkauf zu schaffen. Hinzu kommen zum Beispiel die stark steigenden Energiepreise. In den letzten Jahren ist es nicht gelungen, die gestiegenen Kosten an die Marktpartner weiterzugeben.“

Im Nachgang des letzten Tarifabschlusses zeigt sich vor allem in lohnintensiven Teilbranchen, dass die starken Tariferhöhungen der letzten sechs Jahre vielen Unternehmen wenig Spielraum für wichtige Investitionen lassen.

Vor dem Hintergrund der anstehenden Koalitionsverhandlungen adressiert der HPV an die politisch Verantwortlichen, auch in Zeiten einer guten Konjunktur positive wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den Fokus zu rücken: „Die nach oben korrigierten Prognosen der Wirtschaftsinstitute dürfen die Politik nicht dazu verleiten, die Unternehmen in ihrer Handlungsfähigkeit einzuschränken.“

In der Papier- und Kunststoffverarbeitung sind zur Zeit rund 100.000 Mitarbeiter in rund 600 Betrieben beschäftigt.

Kontakt:
Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
T  030 / 24 78 183 10
E  stefan.roessing@hpv-ev.org
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Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutschland. Als Spitzenverband der Branche verleiht er circa 600 Betrieben mit rund 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von ver.di. Außerdem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

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14.06.2018
HPV Pressemitteilung 04/2018

HPV fokussiert Azubimarketing / Preisträgerinnen und Preisträger des Azubi-Wettbewerbs „Papplic Viewing“ in Berlin ausgezeichnet

„Betriebsanleitung für Jugendliche – wie ticken Auszubildende“

Berlin, 11.06.18. Es gibt keine Generation Y oder Z. Die Vielfalt der jungen Menschen lässt es nicht zu, diese derart pauschal zu kategorisieren. Zudem werden die Unterschiede künftig noch weiter zunehmen. Insofern müssen Unternehmen genau abwägen, welche Zielgruppen innerhalb der potenziellen Auszubildenden für sie wichtig sind. Dies ist ein Fazit, das Peter Martin Thomas, Leiter der Sinusakademie in Heidelberg, in seinem Vortrag beim Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) zog.

Thomas referierte zu dem Thema „Betriebsanleitung für Jugendliche – wie ticken Auszubildende“ auf der diesjährigen HPV-Mitgliederversammlung am 8. Juni in Berlin. Dabei stellte er aus dem Sinus-Lebensweltmodell U18 drei verschiedene Milieus vor, die aus seiner Sicht relevant für die Papier und Kunststoffe verarbeitende Industrie sind.

Auf die vielfältigen Ansprüche der heutigen Jugendlichen an ihren Arbeitsplatz – zum Beispiel die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Karriere und Freizeit – müssten die Unternehmen reagieren, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein: mit familienfreundlichen Rahmenbedingungen; wertschätzender Führung und regelmäßiger Leistungsbewertung; mit einem guten Betriebsklima und Teamgeist sowie attraktiven Weiterbildungs- und Karrierechancen.

Gewinner des Azubi-Wettbewerbs 2018 „Papplic Viewing“ ausgezeichnet

Im Anschluss an Thomas‘ Vortrag kürte der HPV die Preisträger des Wettbewerbs „Papplic Viewing“. Auszubildende der Branche aus dem ganzen Bundesgebiet waren dem Aufruf des Verbandes gefolgt und hatten Entwürfe zu Fanartikeln aus Papier, Pappe und Kunststoff eingesandt – das Ziel: Die Fanartikel sollten geeignet sein, den Beruf des Packmitteltechnologen (m/w) bei Public Viewings zu bewerben.

Unter einer großen Anzahl von Bewerbungen setzten sich am Ende drei Entwürfe durch: Der erste Preis ging an ein Team der Karl Knauer KG aus Biberach. Der Entwurf ist ein Sitz aus Pappe mit integriertem Getränkehalter; gleichzeitig kann dieser schnell und einfach zu einem Fanschild gefaltet werden. Den zweiten Preis gewann ein ebenfalls aus weiblichen und männlichen Auszubildenden zusammengesetztes Team von Weig Packaging in Mayen: Es hatte eine Snackbox entworfen, mit integriertem Handyhalter und einer Übersicht der Spiele. Dritter Preisträger ist ein Auszubildender von Brohl Wellpappe aus Mayen, der ein detailreiches Modell des Kölner Doms entwickelt hatte. Zusätzlich zu den Geldpreisen für die einzelnen Preisträger sponserte der HPV den Gewinnern die Reise nach Berlin und die Teilnahme am Rahmenprogramm der Mitgliederversammlung.

„Alle Einsendungen bieten gelungene Beispiele dafür, wie kreativ und abwechslungsreich der Beruf des Packmitteltechnologen (m/w) ist. Die anspruchsvollen Entwürfe sind ein guter Beleg für die Kompetenzen, die die angehenden weiblichen und männlichen Packmitteltechnologen in ihrer Ausbildung erworben haben. Für den HPV ist der zum zweiten Mal ausgetragene Wettbewerb nicht nur ein Leistungsbeweis nach innen und außen.

Wir wollen den interessanten Beruf des Packmitteltechnologen (m/w) auch auf diesem Weg noch bekannter machen“, sagte Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV.

In diesem Zusammenhang lobte auch der Leiter der Sinusakademie, Peter Martin Thomas, die HPV-Aktivitäten im Ausbildungsmarketing: „Weil es immer schwieriger wird, junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen, muss man so früh wie möglich Aufmerksamkeit für die eigenen Berufe bei der gewünschten Zielgruppe erzeugen. Die Idee, auf Public Viewing-Fanartikeln für ausgewählte Berufe zu werben, ist genau der richtige Weg“, so Thomas. In Verbindung mit dem Wissen über die Motive für die Berufswahl und die Zukunftsvorstellungen junger Menschen, könne so eine treffsichere Kampagne entwickelt werden. Ausbildungsmarketing müsse immer direkt an der Lebenswelt junger Menschen ansetzen

Alle Preisträger und ihre Entwürfe werden aktuell auch auf der Seite https://wettbewerb.karriere-papier-verpackung.de/ präsentiert.

Der HPV wird sich neben seinen vielfältigen Aktivitäten in der AG Karriere Verpackung auch im Rahmen einer eigenen Tagung am 8.11.2018 mit dem Thema Ausbildungsmarketing befassen.

 

Kontakt:
Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
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E stefan.roessing@hpv-ev.org

Wolfram Zabel, Geschäftsführung 74z Consult
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Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutschland. Als Spitzenverband der Branche verleiht er circa 600 Betrieben mit rund 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von ver.di. Außerdem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

14.06.2018
HPV-Pressemitteilung 03/2018

Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V.:

Jürgen Peschel erneut als Präsident gewählt - HPV wirbt für eine stärkere Tarifbindung in der Branche

Berlin. 11. Juni 2018. Die Delegierten des Hauptverbandes Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) haben Jürgen Peschel auf der diesjährigen Mitgliederversammlung am 8. Juni 2018 in Berlin erneut zum Präsidenten des Verbandes gewählt.
Bereits am Vortag war der Geschäftsführer der Smurfit Kappa Wellpappenwerk Waren GmbH zum Vorsitzenden des Sozialpolitischen Hauptausschusses des HPV wiedergewählt worden. Außerdem wird Peschel den tarif- und sozialpolitischen Dachverband als Verhandlungsführer in der nächsten Tarifrunde begleiten.
Auch die beiden weiteren Mitglieder des Geschäftsführenden Präsidiums wurden wiedergewählt: Michael Beidermühle als Vizepräsident und Detlev Wessel als Schatzmeister.

Übersicht HPV-Präsidium

  • Präsident Jürgen Peschel, Smurfit Kappa Wellpappenwerk Waren GmbH
  • Vizepräsident Michael Beidermühle, Bischof + Klein SE & Co. KG
  • Schatzmeister Detlev Wessel, Wellpappenfabrik GmbH
  • Günther Berninghaus, Papierwerk Landshut Mittler GmbH & Co. KG (kooptiert)
  • Roland Walter, Walter Verpackungen GmbH (kooptiert)

 

Wirtschaftliche Situation der Branche
In seinem Bericht zur wirtschaftlichen Situation hob HPV-Präsident Peschel hervor, dass der Gesamtumsatz der Branche erstmals seit einigen Jahren wieder die Schwelle von 20 Milliarden Euro überstiegen habe. Auch bei der Produktion könne ein leichter Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr festgestellt werden.

Gleichwohl gibt es keinen Grund für ein ausschließlich positives Fazit: „Was nützen uns die guten Umsatzzahlen, wenn die Erträge nicht stimmen. Viele Mitgliedsfirmen leiden unter den kräftig gestiegenen Rohstoffpreisen, die nicht an die Kunden weitergegeben werden können. Daher ist es wichtig zu erkennen, dass die Zuwächse nicht aus der Preis-, sondern aus der Mengenentwicklung entstehen“, betonte Peschel.

Mit Blick auf die Aufgaben als arbeits- und sozialpolitischer Verband warb der HPV-Präsident für die Tarifpartnerschaft: „Wir alle müssen für eine stärkere Tarifbindung in der Branche einstehen.“ Je mehr tarifpartnerfreie Räume entstünden, desto stärker fühle sich die Politik ermuntert, ureigenste Aufgaben der Tarifpartner zu übernehmen und zusätzliche gesetzliche Regelungen aufzustellen.
An die Bundesregierung adressierte der HPV-Präsident, dass die Ergebnisse des Koalitionsvertrages weitestgehend enttäuschend seien. „Was die Große Koalition plant und teilweise bereits umsetzt, führt zu einem Mehr an Belastung und Regulierung für die Unternehmen. Dies gefährdet massiv die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Deutschland im internationalen Vergleich“, sagte Peschel. Als Beispiele nannte er die Einschränkung befristeter Arbeitsverhältnisse, einen Rechtsanspruch auf Teilzeit und die Änderung des Arbeitszeitgesetzes mit Öffnungsklauseln zu Ungunsten der Unternehmen.

Kontakt:
Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
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Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutschland. Als Spitzenverband der Branche verleiht er circa 600 Betrieben mit rund 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von ver.di. Außerdem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

12.03.2018
HPV-Pressemitteilung 02/2018

Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V.:

Entgelte steigen ab April 2018 um 2,1 Prozent

Berlin, 12.03.18. Ab dem 1. April 2018 steigen die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen der Beschäftigten in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie um 2,1 Prozent. Dies ist die zweite Stufe des im letzten Jahr ausgehandelten Tarifabschlusses, teilte der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. mit. Bereits zum 1. Januar 2017 waren die Entgelte um 2,1 Prozent erhöht worden.

„Bei der in den vergangenen Jahren sehr geringen Teuerungsrate sorgt die zweite Stufe der Entgelterhöhungen auf der Basis hoher zurückliegender Abschlüsse weiterhin für real mehr Geld im Portemonnaie der Beschäftigten“, sagte HPV-Präsident Jürgen Peschel. „Auch wenn wir in vielen Teilbereichen unserer Branche eine positive Entwicklung verzeichnen können, stellt sich das Gesamtbild in der Papier, Pappe und Kunststoff verarbeitenden Industrie sehr gemischt dar: Uns erreichen sogar vereinzelt Signale aus der Branche, dass der Produktionsstandort Deutschland keinesfalls dauerhaft als attraktiv angesehen werden könnte. Erste Unternehmen verlassen bereits Deutschland und verlagern die Produktion ins europäische Ausland.“

Auch die jüngste Entwicklung bei den Rohstoffpreisen zeichne ein Bild zusätzlicher Belastungen für die Unternehmen. Bereits in den vergangenen Jahren sei es aufgrund der Marktsituation nicht gelungen, die gestiegenen Kosten an die Marktpartner weiterzugeben. Mit Blick auf den ausgehandelten Koalitionsvertrag konstatiert Peschel, dass die Handlungsspielräume für die Unternehmen nicht größer würden.

Anders als in anderen Wirtschaftszweigen kommt es daher bei den im Herbst beginnenden Tarifverhandlungen darauf an, die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen und damit die Sicherheit der Arbeitsplätze in den Fokus zu rücken. „Hier gilt es, die Situation aller Unternehmen zu berücksichtigen und nicht nur auf diejenigen zu schauen, denen es zur Zeit gut bis sehr ginge“, betonte Peschel.

Der Tarifvertrag läuft noch bis zum 31. Oktober 2018. In der Papier- und Kunststoffverarbeitung sind zur Zeit rund 100.000 Mitarbeiter in rund 600 Betrieben beschäftigt.

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Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
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