Pressemitteilungen

20.02.2019
HPV Pressemitteilung 05/2019

Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie: Durchbruch in der fünften Verhandlungsrunde

Berlin, 20.02.19 – Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. und die Gewerkschaft ver.di haben sich in der fünften Runde nach rund zwölfstündigen Gesprächen in Berlin in der Nacht zum Mittwoch auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt.

Ab dem 1. März 2019 werden die Löhne und Gehälter der Beschäftigten in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie um 2,8 Prozent erhöht; die Ausbildungsvergütungen steigen um 90 Euro. In einer zweiten Stufe werden die Löhne und Gehälter ab dem 1. März 2020 um 2,7 Prozent angehoben. Die Einigung sieht eine 27-monatige Laufzeit vor. Für die Tapetenindustrie wurde eine tarifliche Sonderregelung vereinbart. Der Abschluss gilt vorbehaltlich der schriftlichen Zustimmung der Tarifvertragsparteien bis zum 31. Januar 2021.

Jürgen Peschel, Verhandlungsführer des HPV, bewertet den Abschluss für die Unternehmen als gerade noch vertretbar. Dennoch sei das Ziel erreicht worden, die schwierige Situation in vielen Teilbranchen beim Tarifabschluss zu berücksichtigen und gleichzeitig die Leistungen der Belegschaft im Rahmen des Möglichen zu honorieren: „Unsere Beschäftigten profitieren von den Lohnerhöhungen, mit der zusätzlichen Steigerung der Ausbildungsvergütungen geben wir ein deutliches Zukunftssignal an unseren Ausbildungsnachwuchs. Insgesamt bedeutet der Abschluss für die Beschäftigten ein klares Plus im Portemonnaie; vor allem vor dem Hintergrund der weiterhin niedrig prognostizierten Teuerungsrate. Die Betriebe gewinnen mit diesem Abschluss für einen längeren Zeitraum Planungssicherheit und die bereits eingeschränkten finanziellen Spielräume werden nicht allzu sehr weiter verengt. Besonders unter dem Aspekt der sich eintrübenden Konjunktur ist der Abschluss allerdings absolut an der Grenze“, sagte Peschel.

Insgesamt liegt der Tarifabschluss deutlich unter der ursprünglichen ver.di-Forderung nach 6,0 Prozent mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Dafür hatte die Gewerkschaft lange geworben und zum Teil zu massiven Streiks aufgerufen.

Kontakt:
Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
T 030 / 24 78 183-10
E stefan.roessing@hpv-ev.org
Wolfram Zabel, Geschäftsführung 74z Consult
T 0151 / 2345 3262
E waz@74z.de

Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutschland. Als Spitzenverband der Branche verleiht er 600 Betrieben mit über 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von ver.di. Außerdem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

14.02.2019
HPV Pressemitteilung 04/2019

Fünfte Runde der Tarifverhandlungen in der Papier- und Kunststoffverarbeitung: Arbeitgeber setzen auf Vernunft bei ver.di und zeigen sich abschlussbereit

Berlin, 14.2.2019. Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) und die Gewerkschaft ver.di setzen am 19. Februar ihre Tarifverhandlungen in Berlin fort. Die Arbeitgeber streben in dieser fünften Runde weiterhin einen gemeinsamen Abschluss an; die Verhandlungen sind daher zeitlich unbefristet. Nachdem es in der letzten Runde keine Annäherung zwischen den Tarifparteien gab, setzt der HPV-Verhandlungsführer Jürgen Peschel darauf, dass sich die Gewerkschaft flexibler zeigen wird.

„Mit Blick auf die sich eintrübende Konjunktur erwarten wir, dass sich bei ver.di die Vernunft durchsetzen wird. Bei einer prognostizierten Preissteigerungsrate von 1,5 Prozent im laufenden Jahr bietet unser Angebot von 4,6 Prozent mehr Lohn schließlich ein echtes Plus für die Beschäftigten im Geldbeutel. Wir haben damit eine gute Grundlage für die weiteren Verhandlungen und einen fairen Tarifabschluss geschaffen“, sagte Peschel.

„Die Situation in vielen Teilbranchen war bereits in den letzten Jahren recht angespannt; das haben wir sachlich, detailliert und mit treffenden Argumenten begründet. Zu unserer bereits schwierigen branchenspezifischen Situation kommt nun noch ein stotternder Konjunkturmotor hinzu, von den bestehenden wirtschaftlichen Risiken in Europa und der Welt ganz zu schweigen. Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben haben uns signalisiert, dass unser Angebot durchaus fair ist, auch und gerade vor dem Hintergrund, dass die letzte Lohnerhöhung noch nicht einmal ein Jahr zurückliegt. Sie haben ein Gespür dafür, dass Tarifabschlüsse, die Arbeitsplätze gefährden, ein vergiftetes Geschenk sind. Wir setzen darauf, dass diese Botschaft auch bei ver.di ankommt. Aktuell wurde dies bei Tarifabschlüssen in anderen Branchen von Gewerkschaften gezeigt“, sagte Peschel.

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Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
T 030 / 24 78 183-10
E stefan.roessing@hpv-ev.org
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Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutschland. Als Spitzenverband der Branche verleiht er 600 Betrieben mit über 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von ver.di. Außerdem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

 


15.01.2019
HPV Pressemitteilung 03/2019

Vierte Runde der Tarifverhandlungen in der Papier- und Kunststoffverarbeitung ohne Einigung: Arbeitgeber haben abschlussnahes Angebot vorgelegt – ver.di bewegt sich nicht

Berlin, 15.01.19. Die vierte Runde der Tarifverhandlungen in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie am 14. Januar 2019 in Berlin endete in der Nacht zum Dienstag ohne Einigung. Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) hat abermals ein deutlich verbessertes Angebot vorgelegt: 4,6 Prozent mehr Lohn für 26 Monate ab dem 1. April 2019, in der ersten Stufe 2,5 Prozent und in einem zweiten Schritt ab dem 1. April 2020 um weitere 2,1 Prozent. Außerdem sollen die Ausbildungsvergütungen ab dem 1. April 2019 um 90 EUR angehoben werden. Die Arbeitgeber kritisierten daraufhin das zu gering modifizierte Angebot der Gewerkschaft ver.di: 6,8 Prozent bei einer Laufzeit von 28 Monaten.

„Wir haben in vier Verhandlungsrunden die aktuell schwierige wirtschaftliche Situation in vielen Teilbranchen der Papier- und Kunststoffverarbeitung ausführlich erörtert. Gleichzeitig haben wir immer signalisiert, dass wir die Leistungen unserer Beschäftigten im Rahmen der Möglichkeiten honorieren wollen“, sagte der HPV-Verhandlungsführer Jürgen Peschel.

„Unser aktuelles Angebot ist attraktiv; wir sind der Gewerkschaft ein großes Stück entgegengekommen. Auch die von uns geforderte Öffnungsklausel stellt für unsere Beschäftigten keinen Nachteil dar: Unternehmen, die Verluste schreiben, sollen die Entgelterhöhung um sechs Monate verschieben können. Dies ist eine Maßnahme für Ausnahmesituationen, die auch dazu beiträgt, Arbeitsplätze zu sichern.“
Peschel kritisierte, dass die geringe Beweglichkeit der Gewerkschaft enttäuschend gewesen sei – vor allem unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Lage in den Teilbranchen: „Wir erwarten von ver.di mehr Realismus und einen Fokus auf die branchenspezifische Lage der Papier- und Kunststoffverarbeitung“, sagte der HPV-Verhandlungsführer.

Die Verhandlungen werden am 19. Februar 2019 mit der fünften Runde in Berlin fortgesetzt.

Kontakt:
Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
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E stefan.roessing@hpv-ev.org
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Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutschland. Als Spitzenverband der Branche verleiht er 600 Betrieben mit über 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von ver.di. Außerdem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

11.01.2019
HPV Pressemitteilung 02/2019

Tarifverhandlungen in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie: Arbeitgeber sind gesprächsbereit und setzen auf fairen Abschluss

Berlin, 11.1.2019. Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) und die Gewerkschaft ver.di setzen am 14. Januar mit der vierten Runde ihre Tarifverhandlungen in Berlin fort. Die Arbeitgeber setzen auf zeitlich unbefristete Verhandlungen, um einen gemeinsamen Abschluss zu erzielen. HPV-Verhandlungsführer Jürgen Peschel betonte, dass dabei auf jeden Fall die besondere wirtschaftliche Situation in den Teilbranchen berücksichtigt werden muss.

„Wir haben in allen Verhandlungsrunden signalisiert, dass wir die Leistungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen der Möglichkeiten honorieren wollen. Im vergangenen Jahr haben wir die Löhne und Gehälter bereits um 2,1 Prozent erhöht. Die Beschäftigten konnten aufgrund der immer noch moderaten Inflationsrate einen Kaufkraftzuwachs erzielen. Auch unser aktuelles Angebot liegt deutlich über der prognostizierten Preissteigerung“, sagte Peschel. „Mit der Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 90 Euro geben wir ein deutliches, zukunftsorientiertes Signal.“

„Mit Blick auf die gesamte Branche und die Teilbranchen darf jedoch nicht vergessen werden, dass die finanziellen Spielräume vieler Unternehmen eingeschränkt sind. Diese Unternehmen und deren Belegschaften sind es wert, dass man ihre aktuelle und besondere Situation berücksichtigt. Auch das zeichnet einen fairen Abschluss aus. Wir haben in den letzten drei Verhandlungsrunden ausführlich dargelegt, dass speziell die stark gestiegenen Rohstoffpreise neben weiteren Faktoren zu großen Belastungen geführt haben und weiter führen werden. Deshalb sind Öffnungsklauseln eine geeignete Möglichkeit, um einen gemeinsamen Abschluss zu erzielen, der alle Beteiligten zufriedenstellt. Ein solcher Abschluss wäre ein wichtiger Schritt, um Arbeitsplätze zu sichern und die Tarifbindung vieler Unternehmen nicht zu gefährden, sondern für weitere Unternehmen die Tarifbindung wieder attraktiv zu machen“, betonte Peschel.

Die vierte Verhandlungsrunde zwischen HPV und ver.di beginnt am 14. Januar um 13.00 Uhr im NOVOTEL Berlin am Tiergarten, Straße des 17. Juni 106 – 108, 10623 Berlin. Der Verhandlungsführer des HPV, Jürgen Peschel, und der Hauptgeschäftsführer Stefan Rössing stehen für Fragen und Interviews gerne zur Verfügung.

Kontakt:
Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
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Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutschland. Als Spitzenverband der Branche verleiht er 600 Betrieben mit über 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von ver.di. Außerdem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

02.01.2019
HPV Pressemitteilung 01/2019

HPV-Präsident Jürgen Peschel zur IW-Verbandsumfrage 2019: Aktuelle Branchensituation verträgt keine weiteren Belastungen

Berlin, 2.1.2019. Anlässlich der aktuellen Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bezieht HPV-Präsident Jürgen Peschel Stellung zur wirtschaftlichen Situation in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie:

„Die Zuversicht geht zurück, die Konjunktur trübt sich ein. Das sind zentrale Aussagen der IW-Verbandsumfrage für 2019. Auch wenn die Aussichten für das neue Jahr insgesamt noch recht gut bewertet werden, gibt es zahlreiche Branchen, die vor wachsenden Herausforderungen stehen – zu ihnen zählt auch die Papier- und Kunststoffverarbeitung: Die allgemeine Stimmungslage in den Unternehmen unseres Wirtschaftszweigs zum Jahreswechsel hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verschlechtert.“

Die Hauptursache für diese Einschätzung sind die überproportional gestiegenen branchenspezifischen Rohstoffpreise – insbesondere beim Papier – und die gestiegenen Kosten für die Logistik. Die Investitionsneigung wird im kommenden Jahr niedriger ausfallen als noch in 2018. Im Vergleich zu anderen Branchen ist nicht mit einem Beschäftigungszuwachs, sondern mit einer Stagnation zu rechnen. Weitere Beeinträchtigungen durch geopolitische Ereignisse oder gesetzgeberische Maßnahmen wären eine zusätzliche Belastungsprobe, die manches Unternehmen an seine Leistungsgrenze brächte.

Vor dem Hintergrund der laufenden Tarifrunde betonte Peschel, dass sich die Entgelterhöhung auch an diesen Ergebnissen der IW-Verbandsumfrage orientieren muss: „Wir haben im abgelaufenen Jahr die Löhne und Gehälter um 2,1 Prozent erhöht und wollen auch im diesem und den nächsten Jahren die Leistung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen der Möglichkeiten honorieren. Gleichzeitig liegt uns sehr daran, zukunftsorientiert zu handeln und Arbeitsplätze zu sichern. Ein fairer Tarifabschluss, der die genannten branchenspezifischen Faktoren berücksichtigt, ist dafür das Funda-ment.“

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Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
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Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutschland. Als Spitzenverband der Branche verleiht er 600 Betrieben mit über 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von ver.di. Außerdem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

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