Pressemitteilungen


17.02.2021
HPV Pressemitteilung 05/2020

Arbeitgeber signalisieren Bereitschaft zum Abschluss

• Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) wiederholt sein abschlussnahes Angebot • Beschäftigte und Unternehmen benötigen Planungssicherheit • Arbeitgeber setzen auf länger dauernden Tarifabschluss

Berlin, 17.02.21. Der Arbeitgeberverband HPV bekräftigt im Vorfeld der dritten Runde der Tarifverhandlungen sein Ziel, zu einem raschen Tarifabschluss zu kommen. Nachdem sich die Gewerkschaft Verdi bisher nicht bewegt hat, steht weiterhin das abschlussnahe Angebot der Arbeitgeber als Verhandlungsgrundlage. Danach sollen die Löhne und Gehälter um 2,1 Prozent in zwei Stufen bei einer Laufzeit von 24 Monaten erhöht werden.

Der HPV-Verhandlungsführer Jürgen Peschel verwies auf die noch nie dagewesene aktuelle Situation: „Alle Fakten sprechen dafür, den Beschäftigten und den Unternehmern schnellstmöglich Planungssicherheit zu verschaffen: Die schwerste Wirtschaftskrise seit Bestehen der Bundesrepublik, die andauernde Corona-Krise und die Unsicherheiten, die sich daraus für die nächsten Jahre ergeben. Auch die Fragestellung, wie sich die Pandemie durch die Mutationen weiter entwickeln wird, ist noch völlig offen.“ In dieser Ausnahmesituation ist es auch im Interesse der Belegschaften, dass die Unternehmen in den Stand versetzt werden, Arbeitsplätze zu erhalten. Für den Planungshorizont in den Betrieben ist ein kurzer Tarifabschluss mit einer Dauer von zwölf Monaten allerdings völlig unzureichend, wie dem Verband aus weiten Teilen der Unternehmen gespiegelt wurde. Deshalb strebt der HPV einen Tarifabschluss von 24 Monaten an.

<strong>Bisherige Verhandlungsrunden verliefen konstruktiv</strong>

Insgesamt würdigte Peschel das Verhandlungsklima der ersten beiden Runden als konstruktiv: „Die besondere Situation in dieser Tarifrunde stellt beide Sozialpartner vor große Herausforderungen, die nur gemeinsam bewältigt werden können. Für uns ist dabei klar: Wir bleiben nicht nur gesprächsbereit, wir sind auch abschlussbereit!

Die dritte Verhandlungsrunde zwischen HPV und Verdi findet am 22. Februar 2021 in Berlin statt, corona-bedingt wieder mit jeweils kleinen Kommissionen. Wie in den Runden zuvor werden alle Teilnehmer vor den Sitzungen auf Covid-19 getestet. Der Sozialpolitische Hauptausschuss des HPV wird zwischen den Verhandlungen online konsultiert. Der Verhandlungsführer des HPV, Jürgen Peschel und der Hauptgeschäftsführer, Stefan Rössing, stehen im Vorfeld und während der Verhandlungsrunde für Fragen und Interviews gerne zur Verfügung.

Kontakt:
Jürgen Peschel, HPV-Verhandlungsführer
T 030 / 24 78 183 0
E juergen.peschel@hpv-ev.org

Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
T 030 / 24 78 183 10
E stefan.roessing@hpv-ev.org

Wolfram Zabel, Geschäftsführung 74z Consult
T 0151 / 23 45 32 62
E waz@74z.de
<h6>Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutsch-land. Als Spitzenverband der Branche verleiht er circa 600 Betrieben mit rund 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von Verdi. Außer-dem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).</h6>


10.02.2021
HPV Pressemitteilung 04/2020

Unternehmen benötigen Planungssicherheit

• HPV strebt länger laufenden Tarifabschluss an • Planungssicherheit für die Unternehmen ist eine Voraussetzung, um Arbeitsplätze zu sichern • Arbeitgeber setzen auf Tarifabschluss in der dritten Runde

Berlin, 10.02.21. Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. und die Gewerkschaft Verdi haben heute ihre Tarifverhandlungen in Berlin fortgesetzt. In den rund vierstündigen Verhandlungen konnte keine Einigung zwischen den Tarifparteien erzielt werden. Die Arbeitgeber hatten bereits in der ersten Runde ein faires Angebot für die rund 100.000 Beschäftigten in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie vorgelegt. Danach sollen die Löhne und Gehälter um 2,1 Prozent in zwei Stufen bei einer Laufzeit von 24 Monaten erhöht werden.

„Da sich Verdi leider nicht inhaltlich bewegt hat, steht das Angebot aus der ersten Verhandlungsrunde weiterhin“, sagte der HPV-Verhandlungsführer Jürgen Peschel. Unser Angebot ist bewusst als abschlussnah angelegt, denn es ist in der aktuellen Rezession dringend erforderlich, dass die Unternehmen schnellstmöglich Planungssicherheit erhalten. Dazu ist vor allem ein längerer Abschluss erforderlich. Ein solcher Abschluss ist eine wichtige Basis, um Arbeitsplätze zu sichern – vor allem für solche Unternehmen der Teilbranchen, denen es besonders schlecht geht.

Angebot als Wertschätzung für die künftige Zusammenarbeit

Auch wenn die schwierige wirtschaftliche Situation vieler Unternehmen im Grunde keine Entgelterhöhungen rechtfertigt, zeigt unser Angebot die Wertschätzung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Blick auf die Zukunft. Wir sind mit einem fairen Angebot auf unseren Tarifpartner zugegangen, jetzt ist Verdi an der Reihe, sich erstmals zu bewegen. Insofern setzen wir darauf, in der dritten Runde zu einer Einigung zu gelangen.“

Peschel hatte gegenüber der Gewerkschaft außerdem noch einmal auf die vielfältigen Faktoren verwiesen, die die Unternehmen belasten: stark steigende Rohstoffpreise, hohe Lohnstückkosten im internationalen Wettbewerb und die wirtschaftliche Unsicherheit durch den fortdauernden Lockdown.

Die dritte Verhandlungsrunde zwischen HPV und Verdi findet am 22. Februar 2021 in Berlin statt, corona-bedingt wieder mit jeweils kleinen Kommissionen. Wie in den Runden zuvor werden alle Teilnehmer vor den Sitzungen auf Covid-19 getestet. Der Sozialpolitische Hauptausschuss des HPV wird zwischen den Verhandlungen online konsultiert. Der Verhandlungsführer des HPV, Jürgen Peschel und der Hauptgeschäftsführer, Stefan Rössing, stehen im Vorfeld und während der Verhandlungsrunde für Fragen und Interviews gerne zur Verfügung.

Kontakt:
Jürgen Peschel, HPV-Verhandlungsführer
T 030 / 24 78 183 0
E juergen.peschel@hpv-ev.org

Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
T 030 / 24 78 183 10
E stefan.roessing@hpv-ev.org

Wolfram Zabel, Geschäftsführung 74z Consult
T 0151 / 23 45 32 62
E waz@74z.de

Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutsch-land. Als Spitzenverband der Branche verleiht er circa 600 Betrieben mit rund 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von Verdi. Außer-dem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

08.02.2021
HPV Pressemitteilung 03/2021

Jetzt ist Verdi am Zug

• HPV hat bereits in der ersten Verhandlungsrunde ein abschlussnahes Angebot vorgelegt • Unternehmen in der Papier- und Kunststoffverarbeitung bewerten aktuelle und künftige wirtschaftliche Situationen als äußerst unsicher • Arbeitgeber setzen auf moderate Entgelterhöhungen, um Arbeitsplätze zu sichern

Berlin, 08.02.21. Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. und die Gewerkschaft Verdi setzen am 10. Februar 2021 ihre Tarifverhandlungen in Berlin fort. Im Vorfeld der zweiten Runde betonen die Arbeitgeber, dass sie mit ihrem abschlussnahen Angebot ein konstruktives Signal gesetzt haben. Der HPV hatte direkt in der ersten Runde angeboten, die Löhne und Gehälter um 2,1 Prozent in zwei Stufen bei einer Laufzeit von 24 Monaten zu erhöhen.

„Mit diesem fairen Angebot belegen wir, dass uns an einer zügigen Einigung gelegen ist. Jetzt ist Verdi am Zug, die Forderung von 4,8 Prozent für 12 Monate so anzupassen, dass sich eine realistische Verhandlungsgrundlage ergibt“, sagte der HPV-Verhandlungsführer Jürgen Peschel. „Wir halten Planungssicherheit für die Unternehmen unserer Branche in der aktuellen Situation für dringend geboten. Diese ist auch eine zentrale Grundlage dafür, um die Arbeitsplätze in der Corona-Krise und auch danach zu sichern. Der Ifo-Geschäftsklima-Index hat sich im letzten Monat wieder verschlechtert, auch die corona-bedingte konjunkturelle Situation in den europäischen Nachbarländern verheißt nichts Gutes. Unsere eigenen Umfragen in unseren Teilbranchen unterstützen diese Bewertung“, sagte Peschel.

Stimmung trübt sich ein

Bereits in der letzten HPV-Umfrage (November/Dezember 2020) gingen die tarifgebundenen Unternehmen vielfach von einer schlechteren wirtschaftlichen Situation für das Jahr 2021 aus. Dies wird aktuell durch eine Vielzahl von unternehmensseitigen Rückmeldungen bestätigt. Dennoch zeigen die Arbeitgeber die Bereitschaft, die Löhne zu erhöhen, obwohl die Rahmenbedingungen und die meisten Kennziffern eher für eine Nullrunde sprechen. „Wir wollen unseren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Entgelte angemessen erhöhen, stehen aber gleichzeitig zu unserer Verantwortung, die Grundlagen für sichere Arbeitsplätze zu schaffen“, sagte Peschel.

Die zweite Verhandlungsrunde zwischen HPV und Verdi findet am 10. Februar 2021 in Berlin statt, corona-bedingt wieder mit jeweils kleinen Kommissionen. Wie in der ersten Runde werden alle Teilnehmer vor den Sitzungen auf Covid-19 getestet. Der Sozialpolitische Hauptausschuss des HPV wird zwischen den Verhandlungen online konsultiert. Der Verhandlungsführer des HPV, Jürgen Peschel und der Hauptgeschäftsführer, Stefan Rössing, stehen im Vorfeld und während der Verhandlungsrunde für Fragen und Interviews gerne zur Verfügung.

Kontakt:
Jürgen Peschel, HPV-Verhandlungsführer
T 030 / 24 78 183 0
E juergen.peschel@hpv-ev.org

Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
T 030 / 24 78 183 10
E stefan.roessing@hpv-ev.org

Wolfram Zabel, Geschäftsführung 74z Consult
T 0151 / 23 45 32 62
E waz@74z.de

Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutsch-land. Als Spitzenverband der Branche verleiht er circa 600 Betrieben mit rund 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von Verdi. Außer-dem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

28.01.2021
HPV Pressemitteilung 02/2021

Arbeitgeber legen abschlussnahes Angebot vor

• Angebot des HPV sieht Entgelterhöhung um 2,1 Prozent in zwei Stufen vor • Papier, Pappe, Kunststoffe verarbeitende Industrie strebt raschen Abschluss an • Verhandlungen im Hybrid-Modus fanden in konstruktiver Atmosphäre statt

Berlin, 27.01.21. Der Hauptverband der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (HPV) hat zum Auftakt der heutigen Tarifverhandlungen in Berlin sein Ziel einer raschen Tarifei-nigung mit einem abschlussnahen Angebot untermauert. Die Arbeitgeber boten der Gewerk-schaft Verdi an, die Löhne und Gehälter um 2,1 Prozent in zwei Stufen bei einer Laufzeit von 24 Monaten zu erhöhen: Die erste Erhöhung der Entgelte sieht dabei für den 1. Oktober 2021 einen Anstieg um 1,1 Prozent vor, die zweite Stufe wäre am 1. Februar 2022, dann mit einem weiteren Plus von 1,0 Prozent. Der Tarifvertrag würde vom 1. Februar 2021 bis zum 31. Januar 2023 laufen.

Zuvor hatte der HPV die Forderung Verdis von einer Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,8 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten zurückgewiesen. Der HPV-Verhandlungsführer Jürgen Peschel deutete auf die schwierige wirtschaftliche Situation im vergangenen Jahr und die großen Unsicherheiten für das Jahr 2021 hin: „Das letzte Jahr war durch starke Einbrüche bei Umsatz und Produktion, durch sinkende Produktivität und hohe Rohstoffpreise gekennzeichnet. Dennoch ha-ben die Unternehmen in der größten Krise der Nachkriegszeit bereits im Frühjahr 2020 die Löhne um 2,7 Prozent erhöht. Die Arbeitnehmer haben zusätzlich von der sehr niedrigen Inflation von 0,5 Prozent profitiert – alles in allem hatten sie so ein echtes Plus im Geldbeutel. Daher gibt es keine plausible Begründung, die eine hohe Lohnforderung rechtfertigt.“ Jürgen Peschel wies da-rauf hin, dass die angedachte Entgelterhöhung bei allen widrigen Umständen in der Branche als Anerkennung und Wertschätzung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Branche zu verstehen ist, die in schwierigen Zeiten zu den Unternehmen gestanden haben.

Konstruktive Verhandlungsatmosphäre

Insgesamt bewertete Peschel die konstruktive Atmosphäre der Verhandlungen als positiv. Im Ver-gleich zu früheren Tarifrunden seien sich die Tarifpartner – mit einigen punktuellen Abweichun-gen – darüber einig gewesen, dass die wirtschaftliche Situation in der Papier- und Kunststoffver-arbeitung mit ihren Teilbranchen im Jahr 2020 vor allem durch einen Rückgang der Produktion und der Beschäftigtenzahl gekennzeichnet gewesen sei./

Die zweite Verhandlungsrunde zwischen HPV und Verdi findet am 10. Februar 2021 in Berlin statt, corona-bedingt wieder mit jeweils kleinen Kommissionen. Wie in der ersten Runde werden alle Teilnehmer vor den Sitzungen auf Covid-19 getestet. Der Sozialpolitische Hauptausschuss des HPV wird zwischen den Verhandlungen online konsultiert. Der Verhandlungsführer des HPV, Jür-gen Peschel und der Hauptgeschäftsführer, Stefan Rössing, stehen im Vorfeld und während der Verhandlungsrunde für Fragen und Interviews gerne zur Verfügung.

Kontakt:
Jürgen Peschel, HPV-Verhandlungsführer
T 030 / 24 78 183 0
E juergen.peschel@hpv-ev.org

Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
T 030 / 24 78 183 10
E stefan.roessing@hpv-ev.org

Wolfram Zabel, Geschäftsführung 74z Consult
T 0151 / 23 45 32 62
E waz@74z.de

Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutschland. Als Spitzenverband der Branche verleiht er 600 Betrieben mit über 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von ver.di. Außerdem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

28.01.2021
HPV Pressemitteilung 01/2021

Lohnforderung von Verdi ist fernab jeder Realität

• Auftakt der Tarifverhandlungen in der Papier- und Kunststoffverarbeitung • Arbeitgeber streben schnellen und äußerst moderaten Tarifabschluss an • Verhandlungen finden corona-bedingt im Hybrid-Modus statt

Berlin, 25.01.21. Der Hauptverband der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (HPV) e.V. startet am 27. Januar 2021 in Berlin in die Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi. Der Verhandlungsführer des HPV, Jürgen Peschel, erwartet mit Blick auf die Lohnforderung von 4,8 Prozent (Laufzeit: 12 Monate) keine leichte Verhandlungsrunde. Dennoch setzt er in Anbetracht der schwierigen Wirtschaftssituation auf ein zielführendes Miteinander.

„Die Lohnforderung von 4,8 Prozent ignoriert die aktuelle Krisensituation und die ungewissen Perspektiven, die damit verbunden sind“, sagte Peschel. Die finanziellen Spielräume sahen bereits vor der Corona-Krise bei vielen Unternehmen recht eng aus. Jetzt ist neben Exportrisiken, hohen Rohstoffpreisen, stagnierenden Umsätzen und verschärftem Preiswettbewerb in Europa auch noch eine schwere Rezession hinzugekommen.

Löhne und Gehälter wurden bereits trotz Corona-Krise erhöht

Peschel strebt einen schnellen und äußerst moderaten Abschluss an, der eine Verantwortung für die Zukunft von Unternehmen und Arbeitsplätzen in dieser kritischen Lage trägt: „Die Arbeitgeber haben im März des vergangenen Jahres die Löhne und Gehälter bereits um 2,7 Prozent erhöht. Verdi hat sich trotz der Corona-Krise nicht darauf eingelassen, die zweite Stufe des laufenden Tarifvertrages auszusetzen. Wegen der sehr niedrigen Inflationsrate von 0,5 Prozent haben die Arbeitnehmer im vergangenen Jahr bereits ein üppiges Plus im Geldbeutel erhalten.

Vor diesem Hintergrund ist die aktuelle Forderung der Gewerkschaft Verdi von 4,8 Prozent mehr Lohn fernab jeder Realität. Die Tarifpartner müssen bei den Verhandlungen vor allem im Blick haben, den Unternehmen genügend finanziellen Spielraum zu lassen. Dies ist eine zentrale Voraussetzung, damit die Arbeitsplätze auch in Zukunft sicher sind“, sagte der HPV-Verhandlungsführer.

Die erste Verhandlungsrunde zwischen HPV und Verdi beginnt am 27. Januar 2021 um 10.00 Uhr in Berlin – corona-bedingt mit jeweils kleinen Kommissionen von fünf bzw. drei Personen. Der Sozialpolitische Hauptausschuss des HPV wird zwischen den Verhandlungen online konsultiert. Der Verhandlungsführer des HPV, Jürgen Peschel und der Hauptgeschäftsführer, Stefan Rössing, stehen im Vorfeld und während der Verhandlungsrunde für Fragen und Interviews gerne zur Verfügung.

Kontakt:
Jürgen Peschel, HPV-Verhandlungsführer
T 030 / 24 78 183 0
E juergen.peschel@hpv-ev.org

Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
T 030 / 24 78 183 10
E stefan.roessing@hpv-ev.org

Wolfram Zabel, Geschäftsführung 74z Consult
T 0151 / 23 45 32 62
E waz@74z.de

Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutschland. Als Spitzenverband der Branche verleiht er 600 Betrieben mit über 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von ver.di. Außerdem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

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