Aktuelle Tarifrunde 2021

„Gemeinsam – Sicher – Erfolgreich“: Die Arbeitgeber der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie haben seit 2010 erfolgreich einen gemeinsamen tarifpolitischen Erfolgskurs beschrittenen. Diesen möchten wir auch in einer sehr schwierigen gesamtgesellschaftlichen Situation im Tarifjahr 2021 für eine sichere und zukunftsfähige Branche fortsetzen. Der Tarifvertrag vom 19. Februar 2019 hat noch eine Laufzeit bis zum 31. Januar 2021.

Die Gewerkschaft ver.di hat am 24. November 2020 ihre Forderung für die am 13. Januar 2021 beginnenden Tarifverhandlungen veröffentlicht. Danach fordert ver.di eine Erhöhung der Entgelte um 4,8% bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Die Forderung lässt völlig außer Acht, dass die Corona-Krise die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung bereits stark beeinträchtigt hat und dies auch weiterhin tun wird. Wir befinden uns in der wohl schwierigsten wirtschaftlichen Lage unseres Landes.

Die Prognosen aller Wirtschaftsforscher weisen aktuell in eine klare Richtung: nach unten und werden dies wohl auch noch weiterhin tun. Wie stark und wie schnell sich unsere Konjunktur danach wieder erholen wird, ist noch nicht absehbar.

In den kommenden Wochen werden wir auf dieser Seite unsere Pressemitteilungen und Aushänge veröffentlichen, damit sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Unternehmen ein eigenes Bild von der tatsächlichen Lage unserer Branche machen können.

Pressemitteilungen und Aushänge


23.12.2020

Verschiebung der Tarifverhandlungen

Vor dem Hintergrund der Pandemie in Deutschland haben sich die beiden Sozialpartner HPV und ver.di einvernehmlich darauf verständigt, dass der für den 13. Januar 2021 geplante Beginn der Tarifverhandlungen auf den 27. Januar 2021 verschoben wird.


17.12.2020
HPV Aushang 01/2020

Sicher durch harte Zeiten

Der Aushang erinnert an ein Jahr, dass uns allen in Erinnerung bleiben wird. Ein Jahr, das nicht leicht war: privat, beruflich und gesellschaftlich.


25.11.2020
HPV Pressemitteilung 04/2020

HPV strebt für die Tarifverhandlungen in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie einen verantwortungsvollen Abschluss an

Verdi-Forderung ignoriert aktuelle Wirtschaftslage

Berlin, 25.11.20. Die Tarifverhandlungen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie beginnen am 13. Januar 2021 mit einer ersten Verhandlungsrunde in Berlin. Gestern Abend veröffentlichte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ihre Forderung nach einer Anhebung der Löhne und Gehälter von 4,8 Prozent, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Diese Forderung lässt völlig außer Acht, dass die Corona-Krise die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung bereits stark beeinträchtigt hat und dies auch weiterhin tun wird, teilte der HPV in Berlin mit.

„Die Prognosen aller Wirtschaftsforscher weisen aktuell in eine klare Richtung: nach unten. Wie stark und wie schnell sich unsere Konjunktur danach wieder erholen wird, ist noch nicht absehbar“, sagte HPV-Verhandlungsführer Jürgen Peschel. Für die Unternehmen in der Papier- und Kunststoffverarbeitung kommen neben geringeren Erträgen aktuell und in Zukunft auch noch gestiegene Ausgaben hinzu. „Aufgrund der Pandemie haben unsere Mitgliedsunternehmen umfangreich in die Arbeitsplatzsicherheit investiert, um ihre Belegschaften vor einer Infektion mit dem Covid-19-Virus zu schützen. Das ist selbstverständlich für verantwortungsbewusste Arbeitgeber. Genauso selbstverständlich sollte es für Tarifpartner in schwierigen Zeiten sein, einen verantwortungsbewussten Abschluss anzustreben, und das heißt in diesem Zusammenhang maßvoll.“

Hinzu kommt, dass sich viele betriebswirtschaftliche Kennzahlen bereits massiv verschlechtert haben: So sind beispielsweise die Lohnstückkosten in den ersten drei Quartalen des Jahres 2020 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,5 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg übertrifft sogar den bisherigen Rekordwert des Vergleichszeitraums von 2005 bis heute aus dem Jahr 2009. Ferner hat die Branche mit massiven Einbrüchen zu kämpfen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Auftragseingang um 4,6 Prozent, die Umsätze sogar um 4,9 Prozent.

„Wir setzen auf faire Verhandlungen, die vor allem das Erreichte nicht gefährden dürfen. Dafür ist die jetzt veröffentlichte Verdi-Forderung keine vernünftige Verhandlungsbasis“, sagte Peschel. „In den kommenden Monaten und Jahren wird es darauf ankommen, dass unsere Betriebe in einer schwierigen konjunkturellen Lage vernünftige Rahmenbedingungen erhalten, um weiter bzw. wieder wirtschaftlich erfolgreich sein zu können. Wer verkennt, dass einzelne Betriebe bereits jetzt ihre finanziellen Spielräume verloren haben, gefährdet Sicherheit und Perspektiven einer ganzen Branche und somit auch die Arbeitsplätze der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den tarifgebundenen Unternehmen.“

Kontakt:
Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV
T 030 / 24 78 183-10
E stefan.roessing@hpv-ev.org

Wolfram Zabel, Geschäftsführung 74z Consult
T 0151 / 2345 3262
E waz@74z.de

Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V. vertritt als Dachverband von neun regionalen Landesverbänden und einem fachlichen Arbeitgeberverband die Interessen der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutschland. Als Spitzenverband der Branche verleiht er 600 Betrieben mit über 100.000 Mitarbeitern in sozial- und tarifpolitischen Fragen international und auf Bundesebene eine Stimme. So ist der HPV die arbeitgeberseitige Tarifvertragspartei von ver.di. Außerdem vertritt er die Brancheninteressen in der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

Unsere Mitgliedsverbände

Sie verwenden Microsoft Internet Explorer.
Um Probleme bei der Anzeige dieser Website zu vermeiden, wechseln Sie bitte zu einem moderneren Browser.