Pressemitteilungen

11.08.2016
Mit unserem ersten Aushang

"+12,4 % seit 2012: Das ist ein sattes Lohnplus!"

appellieren wir an alle Beteiligten, gemeinsam einen zukunftsfähigen Tarifabschluss zu finden.

Mit unserem ersten Aushang zu der am 4. November 2016 beginnenden Tarifrunde der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie möchten wir Sie über die sehr guten Tarifabschlüsse der vergangenen Jahre informieren. Seit 2012 haben die Beschäftigten besonders stark von den Abschlüssen profitiert. Bei einer geringen Inflationsrate sind die Reallöhne um über sieben Prozent gestiegen. Das nennen wir SICHERHEIT. Damit unsere Branche auch in ZUKUNFT erfolgreich weiter besteht, dürfen wir die positive Lohnentwicklung nicht außer Acht lassen – sie wirkt bei niedriger Preissteigerung bis heute fort – dies muss berücksichtigt werden.

Der derzeit gültige Tarifvertrag vom 31. Oktober 2014 hat noch eine Laufzeit bis zum 31. Oktober 2016. Der Abschluss sah bei einer 26-monatigen Laufzeit eine zweistufige Lohnerhöhung von 2,4 % und 2,6 % zum 1. Dezember 2014 bzw. 1. November 2015 vor. Hiervon haben die Beschäftigten profitiert und einen deutlichen realen Lohnzuwachs erhalten.


28.08.2014
Erste Verhandlungsrunde 08/14

Erste Verhandlungsrunde in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie

Arbeitgeber legen abschlussnahes Angebot vor: Vier Prozent mehr in zwei Schritten

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Berlin, 28. August 2014. Der Hauptverband der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (HPV) hat bereits zum Auftakt der diesjährigen Tarifrunde mit der Gewerkschaft ver.di. ein Angebot vorgelegt. Laut Jürgen Peschel, Verhandlungsführer des HPV, handelt es sich hierbei um ein abschlussnahes Angebot. Der HPV möchte den offenen und partnerschaftlichen Kurs in der Tarifpolitik der vergangenen Jahre fortsetzen. Von einem zügigen Abschluss mit angemessenen Lohnerhöhungen und langer Planungssicherheit könnten die Unternehmen und Beschäftigten wieder gleichermaßen profitieren, so Peschel.

Das abschlussnahe Angebot sieht eine lineare Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen von insgesamt 4,0 Prozent vor. Die Anhebung soll in zwei Schritten von je 2,0 Prozent ab dem 1. Januar 2015 und zum 1. April 2016 erfolgen. Nach den Vorstellungen der Arbeitgeber hat der neue Tarifvertrag eine Laufzeit bis zum 28. Februar 2017. Die Gewerkschaft hatte 5,5 Prozent gefordert. Der aktuelle Tarifvertrag endet am 31. August 2014.

Für Peschel spiegelt das Angebot die zunehmend kritische Branchenkonjunktur wider. Die Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie ist eine lohnintensive Branche, in der sich zu starke Lohnsteigerungen unmittelbar auf die Beschäftigtensituation durchschlagen. Diese Gefahr ist groß, da die Betriebe derzeit kaum Produktivitätsfortschritte erzielen und mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen haben. Hinzu kommt gerade in den Teilbranchen Wellpappe und Faltschachtel ein aggressiver Preiswettbewerb durch nicht tarifgebundene Unternehmen. „Diese Umstände bedeuten konkret, dass der Spielraum für Lohnerhöhungen deutlich unter der Gewerkschaftsforderung liegt“, so Peschel. Auch gibt es in der Branche keinen Nachholbedarf. Seit 2006 sind die Tariflöhne um 20,5 Prozent gestiegen und liegen damit deutlich über den Abschlüssen vergleichbarer Branchen. Die Beschäftigten verzeichneten damit in den letzten Jahren deutliche Reallohnsteigerungen.

Die Branche zählt aktuell in Deutschland etwa 800 Betriebe mit rund 100.000 Beschäftigten. Die zweite Verhandlungsrunde findet am 17. September in Berlin statt.


21.08.2014

Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie startet am 28. August 2014 in Berlin in die Tarifverhandlungen mit ver.di

Arbeitgeber sehen Chancen auf zügige Einigung, wenn Krisenvorzeichen der Branche berücksichtigt werden

Berlin, 21. August 2014. Der Hauptverband der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (HPV) startet am 28. August 2104 in Berlin in die diesjährige Tarifrunde mit der Gewerkschaft ver.di. Jürgen Peschel, Verhandlungsführer des HPV, will den erfolgreichen tarifpolitischen Kurs der vergangenen Jahre fortsetzen und sieht Chancen auf eine zügige Einigung. „Wir wissen jedoch, dass unsere Branche wieder vor einer schwierigeren wirtschaftlichen Phase steht. Angebotsüberhänge und Preisverfall setzen die Betriebe unter großen Druck“, so Peschel. Hinzu kommen ein zunehmend ungewisses konjunkturelles und geopolitisches Umfeld. Diese Krisenvorzeichen müssten berücksichtigt werden.

Die Lohnforderung der Gewerkschaft ist dagegen überzogen und nicht nachvollziehbar, so Peschel weiter. Es gibt in der Branche weder einen Nachholbedarf, noch besteht die Gefahr, von der Lohnentwicklung in anderen Branchen abgekoppelt zu werden. Seit 2006 sind die Tariflöhne um 20,5 Prozent gestiegen und liegen damit deutlich über den Abschlüssen vergleichbarer Branchen. Auch verzeichneten die Beschäftigten in den letzten Jahren durch die niedrige Inflation deutliche Reallohnsteigerungen. Die Forderung nach 5,5 Prozent mehr Lohn für 12 Monate hatten die Arbeitgeber deshalb umgehend zurückgewiesen. Die Branche zählt aktuell in Deutschland etwa 800 Betriebe mit rund 100.000 Beschäftigten.

Die erste Verhandlungsrunde zwischen HPV und ver.di beginnt am 28. August 2014 um 13.00 Uhr im MELIA Hotel, Friedrich-Straße 103 in 10117 Berlin.

Die Ansprechpartner stehen Ihnen im Vorfeld und vor Ort für Fragen/Interviews zur Verfügung.

Kontakt:

Stefan Rössing, Hauptgeschäftsführer des HPV

Tel. 030 / 24 78 183-10

Thomas Stach, Stach`s Gesellschaft für Unternehmensentwicklung mbH

Tel. 0172 / 68 56 56 5

E-Mail: thomas.stach@stach-s.de


13.08.2012
Pressemitteilung und Terminhinweis 17. August 2012

Verhandlungsauftakt in der deutschen Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie am 17. August in Berlin:
Tarifpartner müssen Weitblick beweisen

Auftakt der Tarifrunde 2012 in der deutschen Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie am 17. August 2012 in Berlin
Tarifpartner müssen Weitblick beweisen

Berlin, 13. August 2012. Der Hauptverband der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (HPV) strebt bei der anstehenden Tarifrunde eine Lösung mit langfristiger Perspektive an. „Was die Branche angesichts zunehmend unruhiger Märkte vor allem braucht, ist Planungssicherheit. Deshalb spricht viel für einen Tarifabschluss, der die Interessen von Betrie-ben und Beschäftigten wieder mit Weitblick bestmöglich zusammenführt“, sagte Jürgen Peschel, Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, im Vorfeld der diesjährigen Tarifrunde. Was den Spielraum für Lohnerhöhungen angeht, müsse berücksichtigt werden, dass sich die wirt-schaftliche Situation vieler Unternehmen immer mehr eintrübe. „Ein Umsatzrückgang von mehr als 3 Prozent in den ersten Monaten 2012 und der leichte Rückgang der Beschäftigtenzahl zeigen deutlich, dass der Aufschwung in der Branche erst einmal vorbei ist“, so Peschel weiter.

„Wir sind alle gut beraten, die Erfolgsfaktoren des Tarifvertrags von 2010 auch bei den anstehenden Verhandlungen als Richtlinien zu nutzen. Dieser hat mit seiner langen Laufzeit und den fairen Lohnerhöhungen die wirtschaftliche Entwicklung in den Unternehmen sehr gut flankiert und eine Teilhabe der Mitarbeiter sichergestellt. Genau das sollten wir jetzt wieder anstreben“, führte Peschel aus.

Die Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie zählt aktuell in Deutschland etwa 600 Unternehmen mit fast 100.000 Beschäftigten. Die erste Verhandlungsrunde zwischen HPV und ver.di beginnt am 17. August 2012 um 13.30 Uhr im Hotel Arcotel, Werderscher Markt 11, in 10117 Berlin.


11.07.2012
Aushang

Verhandlungen für die nächste Tarifrunde stehen an

Wenn alle mitziehen: Fairer Abschluss ist wieder möglich

Langsam wird es ernst: Am 31. August endet die Laufzeit des aktuellen Tarifvertrags. Und im selben Monat stehen in unserer Branche die Verhandlungen für die nächste Lohn- und Gehaltsrunde an. Bevor wir uns auf die konzentrieren, lohnt sich ein kurzer Blick zurück.

Der Abschluss von 2010 hatte in jeder Hinsicht positiv gewirkt: Die Betriebe bekamen Planungssicherheit, um den Aufwärtstrend nach den Krisenjahren 2008/2009 nutzen zu können. Und die Beschäftigten nahmen durch die fairen Lohnerhöhungen am zwischen-zeitlichen Aufschwung teil. Was bedeutet das für die anstehenden Verhandlungen? Zunächst: Es gibt keinen Nachholbedarf. Und: Es haben nur alle etwas davon, wenn wir wieder die richtige Antwort auf die wirtschaftliche Situation geben. Doch die trübt sich ein.

Die Betriebe konnten 2011 zwar an das Umsatzniveau vor der Krise anknüpfen. Aber der Aufschwung ist erst einmal vorbei. Die Unsicherheit ist zurück.

Die Staatsschuldenkrise und die Energie- und Rohstoffpreise setzen uns zu. Der Umsatz sank in den ersten vier Monaten 2012 bereits um 2 Prozent. Auch die Beschäftigtenzahl ging leicht zurück. Die Verdi-Forderung von 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt ist angesichts dieser Rahmenbedingungen nicht begründbar.

Was wir jetzt finden müssen, ist wieder ein Abschluss, der die Interessen von Betrieben und Beschäftigten zusammenführt.

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