Pressemitteilungen

13.08.2012
Pressemitteilung und Terminhinweis 17. August 2012

Verhandlungsauftakt in der deutschen Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie am 17. August in Berlin:
Tarifpartner müssen Weitblick beweisen

Auftakt der Tarifrunde 2012 in der deutschen Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie am 17. August 2012 in Berlin
Tarifpartner müssen Weitblick beweisen

Berlin, 13. August 2012. Der Hauptverband der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (HPV) strebt bei der anstehenden Tarifrunde eine Lösung mit langfristiger Perspektive an. „Was die Branche angesichts zunehmend unruhiger Märkte vor allem braucht, ist Planungssicherheit. Deshalb spricht viel für einen Tarifabschluss, der die Interessen von Betrie-ben und Beschäftigten wieder mit Weitblick bestmöglich zusammenführt“, sagte Jürgen Peschel, Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, im Vorfeld der diesjährigen Tarifrunde. Was den Spielraum für Lohnerhöhungen angeht, müsse berücksichtigt werden, dass sich die wirt-schaftliche Situation vieler Unternehmen immer mehr eintrübe. „Ein Umsatzrückgang von mehr als 3 Prozent in den ersten Monaten 2012 und der leichte Rückgang der Beschäftigtenzahl zeigen deutlich, dass der Aufschwung in der Branche erst einmal vorbei ist“, so Peschel weiter.

„Wir sind alle gut beraten, die Erfolgsfaktoren des Tarifvertrags von 2010 auch bei den anstehenden Verhandlungen als Richtlinien zu nutzen. Dieser hat mit seiner langen Laufzeit und den fairen Lohnerhöhungen die wirtschaftliche Entwicklung in den Unternehmen sehr gut flankiert und eine Teilhabe der Mitarbeiter sichergestellt. Genau das sollten wir jetzt wieder anstreben“, führte Peschel aus.

Die Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie zählt aktuell in Deutschland etwa 600 Unternehmen mit fast 100.000 Beschäftigten. Die erste Verhandlungsrunde zwischen HPV und ver.di beginnt am 17. August 2012 um 13.30 Uhr im Hotel Arcotel, Werderscher Markt 11, in 10117 Berlin.


11.07.2012
Aushang

Verhandlungen für die nächste Tarifrunde stehen an

Wenn alle mitziehen: Fairer Abschluss ist wieder möglich

Langsam wird es ernst: Am 31. August endet die Laufzeit des aktuellen Tarifvertrags. Und im selben Monat stehen in unserer Branche die Verhandlungen für die nächste Lohn- und Gehaltsrunde an. Bevor wir uns auf die konzentrieren, lohnt sich ein kurzer Blick zurück.

Der Abschluss von 2010 hatte in jeder Hinsicht positiv gewirkt: Die Betriebe bekamen Planungssicherheit, um den Aufwärtstrend nach den Krisenjahren 2008/2009 nutzen zu können. Und die Beschäftigten nahmen durch die fairen Lohnerhöhungen am zwischen-zeitlichen Aufschwung teil. Was bedeutet das für die anstehenden Verhandlungen? Zunächst: Es gibt keinen Nachholbedarf. Und: Es haben nur alle etwas davon, wenn wir wieder die richtige Antwort auf die wirtschaftliche Situation geben. Doch die trübt sich ein.

Die Betriebe konnten 2011 zwar an das Umsatzniveau vor der Krise anknüpfen. Aber der Aufschwung ist erst einmal vorbei. Die Unsicherheit ist zurück.

Die Staatsschuldenkrise und die Energie- und Rohstoffpreise setzen uns zu. Der Umsatz sank in den ersten vier Monaten 2012 bereits um 2 Prozent. Auch die Beschäftigtenzahl ging leicht zurück. Die Verdi-Forderung von 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt ist angesichts dieser Rahmenbedingungen nicht begründbar.

Was wir jetzt finden müssen, ist wieder ein Abschluss, der die Interessen von Betrieben und Beschäftigten zusammenführt.


05.07.2012
Pressemeldung

Märkte in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie weiterhin unsicher Gewerkschaftsforderung von 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt nicht begründbar

Arbeitgeber suchen fairen Interessenausgleich im Tarifjahr 2012

Berlin, 5. Juli 2012. Der Hauptverband der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (HPV) geht davon aus, dass die Situation der Branche erneut wieder von Unsicherheit und stark schwankenden Ertragszahlen gekennzeichnet sein wird. Zwar konnten die Betriebe nach dem Einbruch in den Jahren 2008 und 2009 im zurückliegenden Jahr wieder an das Umsatz¬niveau vor der Krise anknüpfen. „Doch nicht zuletzt die Euro-Krise, steigende Energiepreise und eine hohe Volatilität der Rohstoffpreise sorgen für viel Unruhe auf den Märkten. Deshalb tun die Tarifparteien gut daran, bei den anstehenden Verhandlungen im August auf tarifpolitische Kontinuität zu setzen und die vorhandenen betrieblichen Flexibilisierungsmöglichkeiten zu nutzen“, so Jürgen Peschel, Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite.

Die jetzt von der Gewerkschaft erhobene Forderung von 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt sei vor diesem Hintergrund nicht begründbar. „Die Beschäftigten haben durch den letzten Tarifabschluss mit seinen drei Erhöhungsstufen am zwischenzeitlichen Aufschwung teilgenommen“, führt Peschel weiter aus. Wie 2010 strebe die Arbeitgeberseite auch im Tarifjahr 2012 wieder einen solch fairen Interessenausgleich an.


22.06.2012
Jahresmitgliederversammlung 2012 der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Berlin

Dr. Heinrich Spies als Präsident bestätigt

Berlin, 22. Juni 2012. Dr. Heinrich Spies (50), geschäftsführender Gesellschafter der
May + Spies GmbH aus Düren, ist erneut als Präsident des Hauptverbandes Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) zu seiner dritten Amtszeit des tarif- und sozialpolitischen Dachverbandes der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutschland gewählt worden. Diese zählt fast 600 Betriebe mit rund 90.000 Beschäftigten.

Auch die übrigen Mitglieder des Leitungsgremiums des HPV wurden in ihren Ämtern bestätigt. Vizepräsident und Vorsitzender des Sozialpolitischen Ausschusses und damit verantwortlich für die Verhandlungsführung in Tarifrunden bleibt Jürgen Peschel, Geschäftsführer der Smurfit Kappa Wellpappenwerk Waren GmbH aus Waren an der Müritz. Desweiteren gehören dem geschäftsführenden Präsidium an: Detlev Wessel, Wellpappenfabrik GmbH in Grünstadt-Sausenheim, Dr. Matthias Römer, Geschäftsführer, Klingele Papierwerke GmbH & Co. KG in Remshalden, sowie Günther Berninghaus, Geschäftsführender Gesellschafter, Papierwerk Landshut Mittler GmbH & Co. KG in Wörth a.d. Isar.

In den nächsten Jahren wird der HPV die Unternehmen insbesondere auch in den Handlungsfeldern der demografischen Entwicklung unterstützen, zum Beispiel bei Themen wie Fachkräftesicherung, Qualifizierung alternder Belegschaften oder Gesundheitsförderung. „Wir werden die Unternehmen bei den großen demografischen Herausforderungen der Zukunft eng begleiten“, erklärt Dr. Heinrich Spies.

Größte Herausforderung des laufenden Jahres ist für den HPV die anstehende Tarifrunde. Ein Tarifabschluss muss dabei die seit Jahresbeginn zunehmend unsichere wirtschaftliche Situation der Branche berücksichtigen und die Weichen auf Zukunft stellen.


01.03.2012
Pressemeldung

1,3% mehr Lohn und Gehalt ab 1. März 2012

Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie will tarifpolitischen Erfolgskurs fortsetzen / 1,3 Prozent mehr Lohn und Gehalt ab 1. März

März ist Auftakt ins Tarifjahr 2012:
Tarifpolitische Kontinuität als Ziel

Berlin, 1. März 2012

Mit der letzten Stufe aus dem Abschluss von 2010 beginnt für die rund 100.000 Beschäftigten und 600 Betriebe der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie ein wichtiges Tarifjahr 2012. Zum 1. März steigen die Löhne und Gehälter um 1,3 Prozent. Am 31. August endet die Mindestlaufzeit des aktuellen Lohntarifvertrages.

Es habe sich gezeigt, dass der letzte Tarifabschluss mit seiner langen Laufzeit und drei Stufen die Wirtschafts- und Branchenentwicklung gut abbildete, so Jürgen Peschel, der Verhandlungsführer des Hauptverbandes Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV). „Damit konnten wir die Beschäftigten am zwischenzeitlichen Aufschwung teilhaben lassen. Die Frage nach einem Nachschlag stellt sich bei uns dadurch nicht und wir können konsequent nach vorne blicken.“ Der Arbeitsgeberverband wolle noch vor Ende der Mindestlaufzeit des Lohntarifvertrages auf die Gewerkschaft ver.di zugehen, um gemeinsam die Branchenentwicklung zu bewerten und nach Lösungsansätzen für die mögliche Tarifrunde zu suchen.

Auch der Manteltarifvertrag habe sich bewährt, so Peschel weiter. Mehr Flexibilisierung sei zwar immer wünschenswert, aber im Moment komme es insbesondere auf die Anwendung des bestehenden Vertrages an. Zum Beispiel bei der betrieblichen Nutzung der Öffnungsklauseln zur Verlängerung der Arbeitszeit. Peschel fordert die Gewerkschaft auf, diese vereinbarten Möglichkeiten im Bedarfsfall aktiv zu unterstützen, wenn einzelne Betriebe dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze sichern können. Angesichts der weiterhin hohen Verunsicherung an den Märkten sollten die Sozialpartner gerade jetzt tarifpolitische Kontinuität auf der einen und Flexibilität in der Vertragsanwendung auf der anderen Seite beweisen.

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