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Pressemeldung 07. September 2012
Tarifparteien der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie einigen sich auf einen Abschluss bis 31. August 2014 / Lohnerhöhungen von 3,1 Prozent und 3,0 Prozent über eine Laufzeit von 24 Monaten
Arbeitgeber: Beitrag zur Planungssicherheit angesichts deutlicher konjunktureller Eintrübung
Wiesbaden, 7. September 2012. Der Hauptverband der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (HPV) hat sich mit ver.di in der Nacht auf Freitag auf einen stufenweisen Abschluss für die rund 600 Unternehmen mit ihren fast 100.000 Beschäftigten geeinigt. Dieser sieht eine zweimalige Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen von 3,1 Prozent ab dem 1. November 2012 und von 3,0 Prozent ab 1. November 2013 bei einer Laufzeit von 24 Monaten vor. Vorgeschaltet sind zwei Nullmonate.
Die Arbeitgeber bewerten den ausgehandelten Tarifvertrag vor dem Hintergrund deutlicher konjunktureller Eintrübungen und zunehmend unruhiger Märkte als ein faires Ergebnis. „Es ist ein Abschluss, der für die Betriebe und Beschäftigten gleichermaßen eine ausgewogene und langfristige Perspektive bietet. Für die Betriebe ist es ein wesentlicher Aspekt, dass sie bis 2014 Planungssicherheit haben. Und die Reallöhne steigen, was die Wertschätzung für die Mitarbeiter zeigt“, so Jürgen Peschel, Verhandlungsführer des HPV.
Laut Peschel hat es sich ausgezahlt, dass die Arbeitgeberseite von Anfang an auf Transparenz setzte und mit einem abschlussnahen Lösungsvorschlag bereits in der ersten Verhandlungsrunde die Eckpfeiler für das Tarifergebnis gesetzt hat. „Zweistufige Erhöhung mit einer Steigerung der Reallöhne und lange Laufzeit – das war das klare Zeichen für eine rasche Einigung und einen weitsichtigen Interessenausgleich, wie wir ihn jetzt vorliegen haben“, so Peschel. Er fordert die Beschäftigten auf, nun gemeinsam mit den Geschäftsleitungen alle Flexibilisierungsmöglichkeiten in den Betrieben zu nutzen, um erfolgreich durch die schwierige Konjunkturphase zu kommen.


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